von Simon Meier

Biodiversitätsprojekt

35 Jahre Naturschutzgruppe - das war doch ein guter Grund, ein spezielles Projekt in Angriff zu nehmen.
Unsere gemeindeeigenen Naturschutzgebiete sind von unschätzbarem Wert, da sie auf relativ grosser Fläche einen vielfältigen Lebensraum bieten.
Schaut man jedoch in die Privatgärten, herrschen da doch häufig Rasen und und fremde Zierpflanzen vor - beides ökologisch wertlos.
Ziel des Jubiläumprojektes war es also, nicht nur auf kleinem Raum möglichst vielen Lebewesen einen Lebensraum zu schaffen, sondern auch Gartenbesitzer zu inspirieren. Als beim Schulhaus Kaltenbach die benötigte Fläche gefunden wurde, stand der Planung nichts mehr im Wege.
Als erstes entfernte Otto Schwarzer mit dem Bagger den Rasen und hob eine Grube aus, was uns schon mal viel schweisstreibende Arbeit abnahm. Dann kam am 17.10. die Naturschutzgruppe zum Einsatz:
Da wurde nochmals gebuddelt, um einen Käferkeller auszuheben. Gefüllt mit Totholz, Laub und Spänen bietet er diversen Krabbeltierchen Wiege für Larven, aber auch Versteck, Speisekammer und Winterquartier für andere Kleintiere.
Aus der vom Bagger ausgehobenen Mulde entstand mit Hilfe von Sand, Steinen und Totholz eine Reptilienburg samt Bienenbrutplatz.
Weiter wurden Äste zu einer kleinen Benjeshecke aufgeschichtet und Stämme aufgestellt, welche Nahrung für Käfer bieten. Deren Frassgänge dienen wiederum als Niströhre für Solitärbienen. Natürlich reicht es nicht, ein Hotel bereitzustellen. Ohne gut gefüllte Speisekammer werden sich da keine Gäste einfinden. Darum wurden unter grossem körperlichen Einsatz (der Boden war viel steiniger als erwartet…) noch 450 einheimische Stauden und Gräser gepflanzt und mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt versehen.

Okay, es kann sein, dass der eine oder andere Rücken am Folgetag etwas jammerte, aber es machte einfach Freude zu sehen,mit welcher Begeisterung von den Erstklässlern bis zum über 80ig-Jährigen alle Helfer ihren Einsatz brachten.

Vielen Dank euch allen!

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